Sonntag, 30. August 2009
Run & Bike 2009 - Wir waren dabei!!!
Nun mehr das zweite Jahr haben mein Laufpartner Tino Drabek und ich uns der sportlichen Herausforderung "Run & Bike" in Neuzelle mit Erfolg gestellt.

Wundervolle Koulisse im StartZiel

Was im letzten Jahr als fixe Idee an einem Nachmittag im Fitnesscenter begann, hat nun einen traditionellen Platz in unserem sportlichen Herzen eingenommen. Wem dieser Lauf nicht bekannt ist, der kann sich unter www.run-and-bike.com umfassend belesen. In Kurzfassung kann man von einer 100 oder 42 km Strecke sprechen, die von einem Zweier-Team bestritten wird. Einer läuft und einer fährt auf einen Fahrrad. Auf der Strecke kann beliebig oft getauscht werden. Der Biker muss immer hinter oder auf selber Höhe mit dem Läufer sein und auch das Ziel mit ihm gemeinsam durchqueren. So kommt es dazu, dass der Sportler auf dem Fahrrad sich im Prinzip aktiv erholen kann.

Mein Partner und ich entschieden uns, wie im vergangenen Jahr, für die kürzere Distanz. Zwei Stunden vor dem Startschuss um 8 Uhr trafen wir uns zu einem gemeinsamen "sportlichen" Frühstück, das lediglich aus Weißbrot mit Honig, Müsli und Bananen bestand. Es sollte nichts auf dem Magen schlagen oder wohlmöglich noch den Weg ins Freie suchen. Ergänzt mit ein paar Eisen-, Magnesium- und Durchfalltabletten (man weiß ja nie ) hofften wir das Spektakel meistern zu können.

....3....2.....1.....LLLoooooossss!!!! Um mich herum tobten die Massen. Tino, der sich entschlossen hatte als Läufer zu starten und mir den Start mit dem Fahrrad zu überlassen, war schon längst mit der ersten Traube um die Neuzelle Klosterstrasse gebogen. Meine Aufgabe war es nun mit der zweiten Welle loszuradeln, meinen Kumpanen zu suchen und so schnell wie möglich den ersten Wechsel durchzuführen. Vom letzten Jahr wusste ich aus eigener Erfahrung, dass man am Anfang oft zu schnell losläuft, um vorne mithalten zu können. Das rächt sich aber dann bald durch starke Leistungseinbrüche. Damit Tino nicht auf dem letzten Loch pfeift, hatte ich mich deshalb durch alle möglichen Lücken um Radverkehr durchgedrängelt, um recht zügig auf seiner Höhe zu sein. Kurz vor dem Dorfende konnte ich ihn dann erreichen und unsere gemeinsame Reise begann.

Tino im vorderen Drittel

Im letzten Jahr hatten wir uns das Ziel gesetzt, unter 4 Stunden das Ziel zu erreichen und vor einem ehemaligen Lehrer von meinem Laufpartner zu beenden. Neben einem Endspurt im Ziel, in dem Tino am Wunschgegner vorbeizog und ihn um wenige Sekunden schlug, hatten wir auch eine Zeit von 3std40min und Platz 125 erreicht. Für uns ein voller Erfolg und das wichtigste: WIR HABEN ÜBERLEBT!!!

Von Dorf zu Dorf immer wieder ein Kampf mit sich selbst

In diesem Jahr lag die Messlatte natürlich etwas höher. Tino war fest davon entschlossen mit 3std20min durch den Neuzeller Torbogen des Kirchengeländes zu laufen. Ich wäre da schon mit 2std30min zufrieden. Gerade weil es dieses Jahr eine neue Strecke gab, war das Profil für uns nur schlecht einzuschätzen. Wo man im Jahr 2008 noch die Hälfte der Strecke auf dem Damm der Oder gelaufen ist, hat man nun mit dem Auf und Ab zwischen den Dörfern zu kämpfen. Teilweise waren die Wege sogar schlecht mit dem Fahrrad zu passieren. Unterwegs durchlief man lange asphaltierte Baumalleen, kleine Waldstücke mit matschigen Waldboden und Dörfer mit teils starken Steigungen. Wenigstens war das Wetter auf unserer Seite und gab sich nicht so heiß und drückend wie im Vorjahr.

Da hilft einfach nur durchhalten

Eine große Motivation waren uns unsere Mädels, die von Dorf zu Dorf fuhren, um uns kräftig anzufeuern. Da musste man als Läufer schon mal seinen Tunnelblick abschalten und das geschehen am Straßenrand in Augenschein nehmen. Sogar Schriftzüge auf der Straße wurden uns gewidmet.

Unsere Mädels immer mit dabei als seelische Unterstützung

Wieder aller Belastungen und mit allen Unterstützungen durch helfende Hände haben wir dieses Jahr eine Zeit von 3std25min59sek und den 61 Platz erreicht und sind damit nun auch voll zufrieden. Wir haben den Mittelwert beider Erwartungen erreicht und waren dieses Jahr auch weniger angeschlagen nach dem Lauf. Dies zeigt uns ja nun, dass im nächsten Jahr dann noch mehr drin sein könnte.

Optimistisch bis in den letzten Muskel sind wir gewesen

Links:

www.run-and-bike.com

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